Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle von einem historischen Grenzstein des ehemaligen Klosters auf der Karthause berichtet, der seit mehr als 200 Jahren im Stadtwald an der Grenze zur Gemarkung Lay stand. Der mächtige Stein aus Basalt lag zuletzt umgeworfen in einer Aufforstungsfläche. An den ursprünglichen Standort versetzt stände er frei, gut sichtbar direkt am Wegrand. Dadurch wäre er gefährdet, denn die meisten alten Grenzsteine entlang der Grenze zu Lay sind im Laufe der Zeit bedauerlicherweise entwendet worden bzw. verschwunden. Bei dem hier in Rede stehenden Grenzmal handelt es sich um ein Unikat, denn es ist das Einzige, was als gegenständliche Hinterlassenschaft der Kartäusermönche vom „Beatusberg“ erhalten blieb. Weil es als schutzwürdiges Kleindenkmal anzusehen ist, wurde dem Vermessungsamt der Stadt vorgeschlagen, das historische Objekt durch Wegnahme zu sichern.
Das Vermessungsamt folgte dem Vorschlag. Der Grenzstein wurde aus dem Stadtwald entfernt, nach Lay verbracht und dort dem steinernen Ensemble hinzugefügt, das sich am Kirchenvorplatz befindet. Die Kirchengemeinde hatte der Platzierung auf dem ihr gehörenden Grundstück zugestimmt.
Das Verbringen und Einsetzen des Steines erfolgte letzte Woche durch Mitarbeiter des städtischen Vermessungsamtes. Ein kleines Schild informiert, was es mit dem historischen Objekt auf sich hat.
Die Sachkosten der Maßnahme wurden vom Ortsring Lay übernommen.
Richard Theisen
An sicherem Ort: Der als Kulturgut bewahrte historische Grenzstein aus dem Stadtwald mit den latinisierten Initialen M(onasterium = Kloster) S(ancti = Sankt) B(eati = Beatus) auf seiner Vorderseite. Auf der Rückseite ein großes „C“ (für Coblenz), darunter die Jahreszahl „1816“.
Im Hintergrund die Beteiligten der Aktion: Willi Meier vom Stadtvermessungsamt (rechts im Bild), Michaela Blettenberg, stellvertretende Vorsitzende des Ortsrings, Ortsvorsteher Thomas Jost (Zweiter von rechts), Klaus Mader, Mitglied des Pfarrgemeinderates (Dritter von links) sowie Rolf Morbach (Dritter von rechts) und Richard Theisen, von denen die Maßnahme initiiert wurde.
Fotos: Erwin Siebenborn, Richard Theisen